Streunerpfade, Impressionen und Begegnungen irgendwo zwischen Nord- und Suedamerika
Freitag, 7. Mai 2010
wesentliche Importgueter - unvollstaendig
Ach und bitte: koennen wir die lateinamerikanische Leidenschaft einmal importieren?
1. es gibt hier verdammt viele Paare
2. sie alle fallen sich in die Arme, kuessen sich und rollen sich ueber den Boden (gut, das hab ich bisher nur einmal gesehen) als haetten sie sich MONATE nicht gesehen!

Hey- es ist Fruehling liebe Leut`s - ich hoffe ihr macht den Hispanics zumindest ein bisschen Konkurrenz in Deutschland!

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Mexikos San Francisco
Ich weiss nicht genau, was ich von Mexiko erwartet hatte, aber das war es definiv nicht: wahnsinnig saubere Plazas mit teils pompoesen Springbrunnen, auffallend viele gleichgeschlechtliche Paare und fesche Jugendliche, die entweder Marke Skatergirl/-boy (mind. 1 Piercing) waren oder direkt dem Leipziger Wave Gothic Treffen entsprungen schienen (mind. 3 Piercings). Als ich auf einer meiner Streiftouren durch die Stadt vor einem Strassenstand mit der Aufschrift "Gay Tacos" und der charakteristischen bunte Flagge stand, fragte ich meine neue Lieblingskiwine Amy: "Where the hell are we actually?"

Wir waren in Guadalajara. Ich hatte die mexikanische Grenze mit dem Bus ueberquert und mein Hintern war nach 29-stuendiger Fahrt platt wie eine Flunder. Eigentlich war die lange Fahrt ziemlich okay: ich musste mit keinem reden und hatte genug Zeit meine Wunden zu lecken (aufgrund der Umstaende war so etwas wie ein Happy End in Phoenix eh nicht zu erwarten, aber letztendlich endete alles sogar in einem totalen Fiasko..), 2 Sachen liessen mich jedoch mit einem eher zwiespaeltigem Gefuehl zurueck:

1. Grenzbeamte finden es defintitiv eher komisch und werden misstrauisch, wenn man als einzige Weisse in einem Bus voller Mexikaner die Grenze ueberquert. Eine mehr oder weniger kleine Fragestunde und exzessive Gepaeckkontrollen musste ich daher ueber mich ergehen lassen. Letztendlich dauerte alles aber nicht laenger als 1ne Stunde, was sich sehr im Rahmen hielt, da hatte ich schon ueblere Storys gehoert..
2. Ich bekam keinen verdammten Stempel in meinen Pass geschweige denn ein Visum. Es war also weder ersichtlich, dass ich aus den USA aus-, noch, dass ich nach Mexiko einreiste. Ich diskutierte mit den Grenzbeamten, da der Typ mir am Phoenixer Airport eingetrichtert hatte, man wuerde einen Teil meines in meinen Pass eingetackerten Tourivisums wieder entfernen, wenn ich die Staaten verlasse. Beide Grenzbeamten schuettelten den Kopf und da keine/r meiner Mitreisenden seinen Pass gestempelt bekam, gab ich mich schliesslich geschlagen und beruhigte mich damit, dass sie doch wissen mussten, was sie tun (*and the award for being the most naive person on the planet goes to .... Kristin Reiss! Congratulations!!*). Nach meiner Ankunft in Mexiko fragte ich noch ein paar Leute diesbezueglich und alle winkten beschwichtigend ab, sodass ich mich fuer ein paar Stunden einem ignoranten Sicherheitsgefuehl hingab (Motto: Augen zu und durch), bis mir diese 2 Maedels aus Vermont in Mexico City beim Fruehstueck die Story eines Typens erzaehlten, den sie beim Reisen getroffen hatten: Er hatte die Grenze zu Fuss ueberquert und auch keinen Vermerk in seinen Pass bekommen. Als er schliesslich am Flughafen stand, um Mexiko zu verlassen und in seine Heimat Kanada zurueckzukehren, hielten sie ihn fest, sodass er seinen Flug verpasste. Seit wann er da waere fragte ich. November... Aaahhh.. Anscheinend zahlte er eine fette Gebuehr, erhielt die Ausreisegenehmigung und sollte heute nun endlich Mexiko verlassen duerfen. ... I think I need to figure something out...

Soviel jedenfalls zur mehr oder minder geglueckten Einreise nach Mexiko. Amy und ich hatten fuer den folgenden Sonntag derweil entschieden, die autofreien Stunden von 10 bis 2 zu nutzen und mit dem Fahrrad durch die Stadt zu cruisen. Und wenn ich cruisen sage, dann meine ich cruisen. Uns blieb gar nichts anderes uebrig, denn mit den pornoesen Fahrraedern welche wir von der Jugendherberge gestellt bekamen, konnte man nur rumprollen. Wir entschieden uns fuer das entsprechende Outfit: Sonnenbrille mit tellergrossen Glaesern, Shirt jeweils einhergehend mit der Farbe des Gestells: Amy in Weiss, ich in Blau. Wir sahen wunderbar laecherlich aus & brachten uns mit unserem *way over the top-Stil* minuetlich selbst zum lachen (wer jetzt seinen Glauben an mich verliert hat wohl noch nie die Story der 100 Muetzen und Huete gehoert, die ich beim Hamburger Fundbuero ersteigerte...).

Es ging also los auf die Strasse. Die vierspurige Avenida Mandro war komplett gesperrt und an jeder Kreuzung regelten Freiwillige den Verkehr. Ganz Guadalajara schien auf den Beinen (oder auf dem Hintern) und peste die Strasse entweder auf Skates, Longboards oder eben Fahrraedern entlang. Es war ein riesen Event und wir cruisten inmitten der Menschenmasse dem Stadtrand entgegen. Nach circa einer Stunde erreichten wir den Endpunkt dieser Route und strandeten bei einer kleinen Verkehrsinsel, die umrundet wurde von einem Dutzend Skater. Oberkoerper frei, taetowiert, gepierct, die Baggys knapp unterm Arsch haengend und alles in allem natuerlich sowas von coooool ;) Unser absoluter Favorit war geschaetzte 8 Jahre alt und steckte mit seinen Tricks all die Grossen locker in die Tasche. Er bewegte sich so selbstsicher zwischen all den Skateprofis hin und her, dass jetzt schon klar war: dieses Kid wuerde die Welt erobern! Muetter: gebt Acht auf eure Toechter bzw. Soehne (und: wenn jemals ein Kind- dann so eins! :)

Amy und ich hingen ein wenig rum und liessen noch einwenig die Skaterkulisse auf uns wirken, als Amy es ziemlich auf den Punkt brachte: "I feel like I am somewhere in San Francisco but not somewhere in Mexico!" (wie sich spaeter herausstellen sollte wurde Gualadajara eben genau so, als San Francisco oder auch Beverly Hills Mexiko Citys betitelt - zumindest laut des Lonely Planets, den ich mir am Abend von einem Maedel aus dem Hostel lieh). Tja- so kam es also, auf der Suche nach der von Phoenix per Bus erreichbaren und moeglichst suedlich gelegenen Stadt in Mexiko war ich also in der Stadt der Reichen und Schoenen gelandet, naja, oder von anderer Warte her betrachtet: in einem der liberalsten Regionen des Landes.

Amy und ich stiegen alsbald wieder auf unsere Fahrraeder, fuhren die Strasse ein Stueck weit zurueck und stiessen schliesslich auf eine andere Route, die ebenfalls komplett gesperrt war fuer jegliches motor-betriebenes Vehickel. In dem naiven Irrglauben, dass es sich um eine Rundtour handeln wuerde, die uns frueher oder spaeter ins Stadtinnere zurueckfuehrt, traten wir voller Tatendrang in die Pedale und erreichten 2 Stunden spaeter einen Park, der auch das Ende der Streck markierte und weit ab von gut und boese lag. Sackgasse.

Unsere Fragen wie wir denn am besten das Stadtzentrum erreichen koennten, quittierte mensch entweder mit einem hilflosen Schulterzucken oder mit einem "Oh no" gefolgt von dem Hinweis, dass dies enorm weit weg sei. Dumm auch, dass es 5 vor 2 war und exakt wenige Minuten spaeter alle Absperrbaender und Hinweisschilder entfernt wurden, die vorher den Weg markiert hatten. To tell a long story short: Wir kamen gegen 7 in der Stadt an, hatten drohende Hupgebaehrden souveraen ignoriert und alle Beinahunfaelle knapp vermeiden koennen, waren hundemuede, aber zumindest ich war super zufrieden (Amy murmelte etwas von nie wieder Fahrrad fahren) - nachdem ich ueber 24 Stunden in einem Bus verbracht hatte, war es eine wahre Wohltat gewesen, einen kompletten Tag auf einem Drahtesel zu verbringen und sich zu bewegen.

Ich verbrachte noch 2 weitere Tage in Gualdajara und versuchte vor allem meine nicht vorhandenen Spanischkenntnisse an die Frau und an den Mann zu bringen. Mit folgenden Resultaten:

1. Als ich den 3 suessen Damen eines mexikanischen Restaurants erklaerte, dass ich Vegetarierin sei und daher kein Fleisch esse, servierte man mir verstaendnisvoll ein ueberdimensionales Huehnchen (unter dessen toten Koerper man nach laengerem Suchen sogar ein paar Reiskoerner ausfindig machen konnte). Anmerkung hierzu: Ich liess mir sagen, dass dies weniger an meinen katastrophalen Sprachkenntnissen lag als vielmehr an dem weit verbreitetem Unverstaendnis bezueglich des Konzeptes des Vegetariertums. Die naechsten Tage lernte ich alle moeglichen Fleischsorten auswendig..
SIN carne
SIN pollo
SIN ...
Ich werde zumindest keine Entscheidungsprobleme beim Essen haben. Zwischen 3 uebrig gebliebenen Gerichten kriege ich das definitiv hin mit der Qual der Wahl.

2. Als ich nach den Toiletten fragte, wurde ich in die Kueche an ein Waschbecken gefuehrt ("Aehm.. wirklich? So funktioniert das hier also?" :)

3. anstatt Briefmarken zu erwerben, hielt ich auf einmal Streichhoelzer in der Hand.

TOURISTISCHER KOENNTE MAN SICH MOMENTAN ALSO NICHT AUFFUEHREN! (gut, ich trug noch keine Socken in den Sandalen). Ich bemuehte mich, immer relativ schnell klar zu machen, dass ich aus Deutschland und zumindest nicht aus den Staaten kam - MexikanerInnen scheinen dann gleich noch ein Stueck weit geduldiger und nachsichtiger mit einem.

Zumindest managte ich es, den richtigen Bus zu erwischen und machte mich Dienstagmorgen auf nach Mexiko City, 7 Stunden suedoestlich von Guadalajara.

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Leben und Sterben in den Hot Springs 2
Das musste ein Witz sein! In meinem Zustand war ich weder in der Lage zurueck zum Auto zu kommen noch die Stunden bis zu Sonnenaufgang bibbernd in meinen nassen Klamotten zu verbringen. Schnell rannte ich zur zweiten heissen Quelle, die einige Meter entfernt lag und von einer Steinmauer umgeben war. ·!%* sei Dank! Die kleine Grotte war noch bis zum Rande gefuellt. Jetzt verliess mich entgueltig jegliche Energie, ich schluepfte noch schnell aus meinen Klamotten, liess mich in das heisse Wasser gleiten & merkte, wie sich jede Pore meines Koerpers verabschiedete. Circa eine halbe Stunde war ich noch damit beschaeftigt eine Position zu finden, die mich im schuetzenden Nass hielt, mich aber gleichermassen davor bewahrte einfach unterzugehen und zu ertrinken. Ich konnte nicht einmal mehr aufrecht sitzen. Die letzten Tage die nie mehr als 2 oder 3 Stunden Schlaf fuer mich bereit hielten sowie der Jetlag machte sich jetzt gnadenlos bemerkbar und in mir bereitete sich eine derartige Muedigkeit aus, dass ich nur noch in der Lage war, meinen halben Oberkoerper irgendwie auf dem kuehlen Stein zu halten, waehrend der Rest meines Koerpers einfach im Wasser hing.

Dann starb ich. Hehe, offenkundig nicht im biologischen Sinne, aber das was sich in dem Moment in jeder einzelnen Zelle meines Koerpers abspielte, war genau das, was ich mir unter Sterben vorstellte. Ich liess einfach los und gab mich meinem Schicksal hin, was sehr angenehm war (ganz abgesehen davon, dass es das einzig moegliche war, was ich in dieser Situation machen konnte).

Ich weiss nicht, wie lange ich so im Wasser trieb. Branden schien es jedenfalls aehnlich zu gehen, denn bei jedem Versuch aufzustehen packte ihn eine unbestimmte Kraft, knallte ihn gegen die uns umgebenden Steinmauern und warf ihn zurueck ins Wasser. Waere ich nicht so kraftlos gewesen, haette ich mich bestimmt totgelacht darueber. So nahm ich seine Stehaufmaennchenversuche jedoch nur in einer hinteren Ecke meines Gehirns war und war ansonsten eigentlich nur mit einer Taetigkeit beschaeftigt:
WARTEN AUF DEN SONNENAUFGANG.

Es schienen Stunden zu vergehen, als Branden urploetzlich mit seinem Finger gen Himmel wies. Die Bewegung kam so abrupt, dass sie mich komplett aus meiner Lethargie riss. Ich hob meinen Kopf um zu erspaehen, was seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte: ein wahnwitzig leuchtender Punkt sprang dort oben am Firmament hin und her - zu schnell fuer einen Stern, zu wirr fuer einen Satelliten. Wir verloren seine Spur als er hinter der Mauer verschwand, also rafften wir uns auf, schafften es irgendwie aus unserem nassen Zuhause der letzten Stunden heraus und standen wieder auf der offenen Empore, direkt ueber dem reissenden Fluss, den wir noch vor ein paar Stunden ueberquert hatten. Es war immer noch ziemlich dunkel, aber ein paar Voegel schienen den nahenden Morgen anzukuendigen. Wir folgten dem sich wild am Himel bewegenden gluehenden Klumpen bis er hinter den Bergen verschwand und uns mit Fragezeichen im Gesicht zurueckliess. Wir waren von den Toten auferstanden: mein Koerper schien auf wundersame Weise regeneriert und wir streunten aus, um unsere Umgebung zu entdecken, alles anzufassen und uns wieder ganz auf die Natur einzulassen. Dann fiel mein Blick auf den aeusseren Badezuber: er war wieder bis oben hin gefuellt und wir tauchten ein, um auf den Sonnenaufgang zu warten und das spektakulaerste Farbenspiel ueberhaupt zu erleben.

Ich hatte einen der schoensten Trips meines Lebens und war genau dort wo ich sein wollte: rausgeplumpst aus jeglichem Alltag, frei von jeglichem Denken und Planen. Ich hatte keine Ahnung welcher Tag war, wie spaet es war, was morgen, uebermorgen oder in den naechsten Tagen und Wochen kommen wuerde. Ich war einfach nur draussen in der Natur und keine Sekunde woanders als im Hier und Jetzt (wer dies konstant auf die Reihe kriegt, moege mich bitte einweihen in das Mysterium).

Als kurz nach Sonnenaufgang ein nacktes junges Paerchen mit seinen 2 Hunden aufkreuzte, muessen wir ein ziemlich eindeutiges Bild abgegeben haben: einander umarmend, mit einem verdaechtig breitem und mehr als zufriedenen Grinsen auf dem Gesicht, das Kinn auf den Steinboden abgestuetzt, mit einem leicht verklaerten Blick gen Osten und leicht grotesken, sehr minimalen Bewegungen...

Die beiden liessen sich nichts anmerken, begruessten uns euphorisch und stiegen zu uns ins warme Nass. Als ich ihn noch einmal genauer betrachtete, wurde mir klar, dass ich ihn bereits gesehen hatte: er war die eine Haelfte eines zum Schiessen komischen Wandererduos gewesen, welches wir gestern auf unserem Rueckweg von den Hot Springs getroffen hatten. Er: klein und unfoermig mit einem Bauch, der nur erahnen liess was sich darunter befand (nicht dass ich es so genau wissen wollte), sein Ruecken nur durch einen Rucksack bedeckt und ansonsten komplett wie Gott ihn schuf, nur noch mit einem Wanderstock ausgestattet. Sein Kampagnion: gross und hager, in kompletter Wuestenmontur, natuerlich tarnfarben, mit langen Aermeln, langen Shorts und einem uebergrossen Cowboyhut. Ein wunderbares Bild, welches ich fuer ewig in meinem Gedaechtnis verwahren werde...

Er und seine augenscheinliche Freundin waren auf jeden Fall zwei ein wenig skurile, aber auf jeden Fall sehr sympathische Gestalten. Als wir sie fragten warum um alles in der Welt sie schon so frueh hier bei den Hot Springs waren, erzaehlten sie eine Story, die mich drei Kreuze machen liess, dass wir diese Nacht nicht versucht hatten, zurueck zum Camp zu finden. Man muss sich nochmal in Erinnerung rufen, dass dieser Platz ziemlich fernab von jeglicher Zivilisation ist. Wilde Camper schlagen hier ihr Lager auf, aber ansonsten gibt es hier eigentlich keine Bewohner dieses Region. Ausser Sam.

Ich hatte Sam nicht selbst getroffen, aber Branden hatte mir vorher schon erzaehlt, dass er sozusagen das Urgestein dieser Region war, der seit Jahren ueber die Hot Springs wachte. Irgendwo in den Bergen hatte er wohl auch ein kleines, zerfallenes Haus, welches er bewohnte. Ansonsten hielt er sich meistens rund um das umzaeunte Gebiet auf, welches wir auf unserem Weg zu den Hot Springs passierten. Die Beschreibungen die mir die anderen zu Sam lieferten liessen in mir nicht unbedingt den Wunsch erwecken, ihm jemals ueber den Weg zu laufen und das was sich da diese Nacht unten im Camp abgespielt hatte, verfestigte meinen Eindruck nur noch.

"We got awake at 4 in the morning because somebody was shouting like hell! Sam this bastard was standing in front of 3 kids and screamed the shit out of them!" erzaehlte unser aeusserst aufgebrachter Nuddistenhobbit. Die Story musste sich ungefaehr so zugetragen haben: 3 Jungs waren wohl schon gestern im Camp aufgekreuzt und irgendwie mussten sie versucht haben, auf das umzaeunte Gelaende zu kommen. Dabei beschaedigten sie das Schloss anscheinend so schwer, dass Sam, der fruehmorgens dort rauf wollte, um zu schauen das alles in Ordnung ist (und um anscheinend den Wasserfluss zu den Hot Springs zu regeln - fragt mich nicht, wie das funktionierte, aber irgendwie schien das miteinander in Verbindung zu stehen) das komplette Ding auseinandernehmen musste und ueber eine Stunde nicht rein kam. Ende vom Lied (please remember: we are in wonderful ARIZONA): SAM griff sich die Jungs UND seine Knarre und schrie geschlagene 45 Minuten den kompletten Platz zusammen. Die Jungs mussten auf die Knie gehen und bettelten wohl minutenlang um Gnade. Ich traute meinen Ohren nicht. "Warum hat keiner die Polizei gerufen?" fragte ich und bekam nur ein muedes Laecheln. "These are the Hot Springs. There will be no police coming down to impose law and order". Das schlimmste war, das sogar die Meinung herrschte, dass es Sams gutes Recht war, seine Knarre zu ziehen und fuer Recht und Ordnung zu sorgen. Wenn nicht er- wer sonst? Tja liebe Freunde, willkommen in den Staaten, willkommen in Arizona, dem Staat in dem es sogar ein Grundrecht ist, seine geladene Waffe mit in die Bar zu nehmen. Willst du als Restaurant-/oder Barbesitzer nicht, dass deine betrunkenen Gaeste irgendwann wild in der Gegend rumschiessen, dann bringe bitte ein Zeichen aussen an (aehnlich dem NO SMOKING-Zeichen), welches darauf verweist.

Branden und ich packten wenig spaeter unsere Sachen, machten uns auf denn schier endlos dauernden Rueckweg (also runter waren wir immer noch nicht) und brachen nach einer Muetze Schlaf in Richtung Grand Canyon auf. Zwei Tage spaeter hiess es: I am out of here!

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Letzte Aktualisierung: 2010.09.03, 21:47
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